derfobiundich

Rund um Adipositas Chirugie

Das fängt ja gut an

Hart fing das Jahr an, als mir letzte Woche das Auto zu schrott gefahren wurde. An sich eine sehr unschöne Sache, aber durch einen sehr gütigen Gutachter, dem Autohaus meines Vertrauens und der Santander Bank steht ab nächster Woche ein Citröen C2 vor der Tür. Nicht neu aber sehr gut gebraucht.
Dieses alles brachte mir ne Menge Streß, eine Nacht auf der Neurologie und ein MRT+CCT gratis.Fast alles ist in Ordnung aber die Behandlung läuft noch, abwarten was passiert am 19. geht es noch zu einer Untersuchung und dann warten wir ab.

Es war der Quartalserste und es wurde Blut untersucht, Auch hier alles in bester Ordnung. Das erste Kilo für dieses Jahr ist auch schon unten, also stehe ich aktuell bei 115 Kilo und 18 müssen noch runter. Ich merke wie ich langsam knochig werde und meine Knochenhaut ist von der jahrelangen Polsterei ganz empfindlich geworden. Aber ich hoffe das es sich bald gibt. Tips in diese Richtung zu mir.

Ansonsten die genialste Nachricht von allen, mein Orthopädischer Stuhl wird in der KW 7 geliefert, so das ich dann wieder arbeiten gehen kann.

An dieser Stelle möchte ich noch etwas zum Thema Adipositas Foren sagen. Mein Haus und Hof Forum ist ja bekanntlich www.adipositas-foren.de Dieses Forum ist absolut neutral, offen für alle Adipösen und niemand wird gezwungen sich operieren zu lassen. Als weiteres absolut seriöses Forum gilt auch das Frankfurter Forum dessen Link ich im Moment nicht finde aber den ich hier gerne nachpflege (schreibt mich an). Aber die Welt des Internet ist groß und ich bin in vielen Foren angemeldet. Daher sollte man die Augen offen halten ob in dem Forum eine wirkliche Meinungsfreiheit herrscht oder das Forum nur als Machtinstrument und zum Aufbau einer Struktur und Verkauf von Dingen dient.

In diesem Sinne

Bastian

Über die Vorbildlichen unter uns oder wie sich manche selbst belügen

Ich hatte mehrfach Zweifel, ich konnte es manchmal kaum Glauben, und hin und wieder war ich verblüfft. Irgendwann habe Hinweise bekommen und mehrfache Telefonate, E-Mails und persönliche Gespräche haben mich darin bestätigt. Es wird in den AC Foren mehr gelogen und betrogen als sich so mancher vorstellen kann.

Ein Beispiel

Eine Junge Dame, nennen wir Sie X ist 45 Jahre alt, 160 groß und 130 Kilogramm schwer. Sie hat alles schon gemacht, WW, Slimfast, Trennkost und was weis ich. Sie ist körperlich und seelig absolut fertig und hat keinerlei Kraft mehr. Abends sucht sie bei Google, findet die Seite Adipositas-Verband.de und findet dort ihr Seelenheil. Nachdem Sie das Forum auswendig gelernt hat stellt Sie fest das ihr Seelenheil in der OP liegt. Sie stellt die Fragen aller Fragen und auf einmal stehen drei Worte im Raum: MMK.

Sie ist auf einmal hochmotiviert und macht sofort alles was man Ihr sagt und das mit Bravur und noch mehr oben drauf, ist in allen SHGen im Umkreis von 20 Kilometern und bereitet sich auf die OP körperlich und geistig vor und alles läuft nach Plan. Nach der OP hält Sie sich an alles und führt ein fröhliches Leben.

So sollte es sein, und ich denke beim dem Großteil der Leute ist das auch so. Aber die Zahl derer die lügen, betrügen, tricksen und hinterher nur mit der halben Wahrheit rauskommen ist enorm hoch. Fangen wir mal mit dem Sportnachweis an. Wenn ich keinen Vereins oder Kontrollierten Sport mache ist das ganze doch absolut undurchschaubar. Eine Stunde mit Excel und die Sache ist erledigt. Ernährungsberatung das gleiche Spiel. Gut ich bekomme ein Attest aber die Ernährungsberatung sieht auch nur das was ich dort vorlege und ist nicht bei den Mahlzeiten dabei. Also auch wieder die Excelsache. Und die meisten Therapiesitzungen enden doch damit das der Psychologe gesucht wird der sofort den Freifahrtsschein ausstellt. Was man da so hört, sind die SHGen bei diesen drei Problemen gerne behilflich. Also ist das was man beim Antrag oft nur drei Blatt Papier ohne Inhalt und Wahrheit.

Weiter geht es mit dem Operierten. Die erzählen alle wie toll es ist, und die Nebenwirkungen erzählt keiner. Ich bekam einen Anruf eines Mitgliedes und einer der ersten Sätze war:” Wie geht es dir mit deinem Fobi und was schreibst du nicht? Denn viele Berichten ja nicht wenn es nicht funktioniert”. Ich war geschockt und sagte Wahrheitsgemäß :”Gut und das was da steht ist 98% die Wahrheit und der Rest ist entweder zu intim oder zu langweilig”. Im Laufe des Gespräches kamen so einige Leichen ins Gespräch die so manch einer im Keller liegen hat. Das bekommt man auch immer wieder mit wenn man sich mit anderen Dicken unterhält. Irgendwann kommt der Satz: Du kennst doch die und die aus dem Forum? Die schreibt zwar immer so aber in Wirklichkeit hat die Probleme ohne Ende.

Ich will jetzt nicht alle Patienten und alle SHGen über einen Kamm scheren, aber es sollte sich so manch einer mal an die Nase fassen und sich vielleicht über das was er offen sagt Gedanken machen. Ich habe mich auch lange geschämt bis ich mir eingestanden habe das bei meinem Bypass einiges schiefgelaufen ist und ich eine Korrektur brauche.

Bis denn

Alles gute für 2012

Das alte ist vergangen, das neue hat angefangen. Oder so.

Wie waren die Festtage?

Auf dem Speiseplan wurde Ente wegen inkompatibilität gestrichen.
Ansonsten waren Filet Mignon, Kroketten, und vor allem Raclette sehr bekömmlich. Wichtig ist das kauen, die Geduld und der alte Satz des Paracelsus: nur die Dosis macht das Gift. Das einzige was ich beim Raclette weg gelassen habe waren die Kartoffeln und insgesamt gab es nur ein Stück Brot. Aber es gibt schlimmeres.

Ansonsten wurde ich reich beschenkt und es war alles Harmonisch.

Was passiert 2012

Ich werde noch mindestens 19 Kilo abnehmen.
Dann werde ich die WHO in Angriff nehmen. Geplant sind Bodylift, Beine und mal sehen
Sport soll mehr werden
Im Herbst der Toughrun
Beruflich wird einiges gehen.
Ich werde mindestens eine Veranstaltung des Adipositas Verbandes besuchen

Ansonsten gute Jagd und fette Beute euch allen

Weihnachtsgedanken

Tach liebe Fangemeinde,

Zeit für den Jahresrückblick.

Großes Thema waren dieses Jahr die Bandscheibe, es gab ne Reha, es wird einen Stuhl geben und weiter werden wir sehen. Das Thema Fobi, worum es in diesem Blog eigentlich geht, ist seit Mai aktuell. Nachdem ich mich 9 Monate mit der Barmer/GEK rumschlagen musste gab es im April innerhalb von 9 Tagen eine Blitzzusage der Knappschaft. Danke hierfür. Die OP ist wunderbar verlaufen und das Ding macht trotz einiger negativer Voraussagen keinerlei Probleme. Die Abnahme verläuft fast zu meiner Zufriedenheit, es fehlen mir zu meinem Weihnachtswunschgewicht noch 2 Kilo. Aber wen juckt das. Ich durfte jede Menge interessanter Menschen kennen lernen und musste mich leider von einer wieder verabschieden. Aber ich werde die fette böse Frau in meinem Herz behalten.

Um die Abnahme die ich mitgemacht zu habe in Worte zu fassen hier einige Zahlen

Gewicht
Januar 156 Kilo
Dezember 117 Kilo

Kleidergröße
Januar Hose 62, T-Shirts xxxl Jacke 62-64 alles mit der Option passt gerade so
Dezember Hose 54. T-Shirts xxl Jacke 50-52 und die Option auf weniger

Was mir allerdings bewusst wurde ist, das sich der Weg nicht ohne WHO zu Ende gehen lässt.

Zum Schluss will ich mich bedanken.
Zuerst bei meiner Frau und bei meiner Familie die hinter mir gestanden haben.
Bei Anja für den Full Support in allen Lebenslagen.
Bei allen die ich wie ich gegen das Arschloch Adipositas kämpfen. Spontan fallen mir Chris, Manu, Steffi,und Fari ein. Aber die anderen dürfen sich beschweren und werden vielleicht nächstes Jahr genannt.
Bei meinen Feinden und Hatern. Durch euch werde ich bestätigt genauso weiterzumachen.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest, Happy Chanukka oder was immer ihr feiert.
Allen das beste für 2012 und dort für jeden gute Jagd und fette Beute.

Gitte Schröder ist Tod.

Gitte Schröder ist letzte Nacht im Alter von 42 Jahren gestorben. Bekannt wurde Sie als dickste Frau Deutschlands die mit einem Op Gewicht von knapp 310 Kilo ihren Ballon und danach ihren Schlauchmagen bekam. Aktuell lag das Gewicht bei ca 192 Kilogramm. Ich habe Sie als absolut lebenslustigen Menschen kennengelernt und bin zutiefst schockiert.

Genug der Worte, der Rest hat Herr Pelham schon geschrieben

Befindlichkeiten

Jeder kennt es, man wird morgens wach und ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Steckt vielleicht in einer Spirale aus der man im Moment keinen Ausgang sieht und sich als weiterdreht. Ausgänge gibt es, aber die haben große Konsequenzen. Zu große Konsequenzen für diese Situation. Wenn ich ein Spatzenproblem im Garten habe, kann ich einen nuklearen Sprengkopf zünden, habe danach kein Spatzenproblem mehr aber andere. Andere Ausgänge wären da, aber der Schaden den Sie bei dritten hinterlassen ist definitiv zu groß.

Was tun? Hoffen auf ein Wunder? Bin ich im Moment dabei, wobei ich da meine Chancen sehr gering einschätze aber wenn dieses Eintrifft habe ich eine Baustelle weniger. Mit dieser Baustelle weniger kann ich die anderen entspannter angehen. Eine Baustelle ist durch den Fobi definitiv geklärt und ruht bis ich im nächsten Jahr die WHO angehe.

Was tun wenn die Spirale nicht durchbrochen wird? Aufgeben? Sich ergeben? Auf keinen Fall. Selbstmord? Geht gar nicht, denn dann gewinnen die anderen. Aktuell lautet die Parole “Widerstand” und einen Weg suchen. Zur Not kommt der atomare Sprengkopf in die enge Auswahl. Denn manchmal muss man auch ins gesunde Fleisch schneiden um eine Heilung zu erzielen.

In diesem Sinne meine geliebte Leserschaft wünsche ich einen schönen Adventssonntag

Stillstand ist Krieg

Tach neues vom Dicken.

Die Waage hat heute nach wochenlangem Stillstand endlich die 120KG Marke geknackt und zeigt 119 KG an. Selbst in der Reha ist das Gewicht stagniert und das trotz Sport und Muskelaufbau. Aber meine Frau meinte, dass ich doch wieder knochiger geworden bin. Da ich die Maßbandmethode als lästig empfinde, konnte ich dieses nicht bestätigen. Aber seit heute morgen ist es amtlich, unter 120 KG. Das sind mittlerweile 37 Kilo seit Januar und 28 seit Mai. Das ist ein BMI von 35.5 und es liegen noch mindestens 21 Kilo vor mir.

Körperlich geht es mir sehr gut, auch wenn die Reha nicht den von mir gewünschten Erfolg gebracht hat. Ich habe immer noch Schmerzen aber die sind anders geworden. Körperlich bin ich topfit und das ist genial. Auch werden sich einige andere Dinge in meinem Leben ändern. Ich denke um Neujahr rum weis ich mehr.

Nachdem ich mir meine Haut so angesehen habe, denke ich das ich nach meiner Abnahme an Armen, Beinen und Bauch den Chirurg ranlassen muss. Bauchfalte entzündet sich eh immer, und am Oberschenkel ist es eine Frage der Zeit bis sich die ersten Probleme einstellen. Da ich aber bekennend eitel bin, werde ich diese Baustellen auf jeden Fall richten lassen.

Ansonsten schaun mer mal was die Zukunft so bringt.

Wobei ich immer wieder überrascht bin, wie wenig einige AC’ler anderen Dicken was gönnen und sich für was besseres halten. Dieses Thema werde ich in einem der nächsten Beiträge etwas ausführlicher behandeln.

Klinikbericht Fontanaklinik Bad Liebenwerda

So hier mein Klinikbericht für die obengenannte Klinik. Ich war im Zeitraum vom 26.10.2011 bis 16.11.2011 dort und in der Orthopädie untergebracht.

Anreise

Problemlos mit dem Zug über Leipzig. Auf dem Hinweg habe ich mich für den Nachtzug über Mannheim/Fulda/Erfurt entschieden und bin dann halbwegs munter um halb 10 am Morgen am Bahnhof abgeholt worden.

Gebäude/Lage/Infrastruktur

Die Klinik befindet sich mitten im Ort. Das Haus wurde 1993 gebaut und ist in entsprechend guten, gepflegten Zustand. Großzügige Hauseigene Parkanlage, 2 Minuten vom Kurpark entfernt. Die großen Discounter Aldi, Lidl, Schlecker, Rewe, NKD, Takko und Deichmann sind alle innerhalb von 15 Minuten zu erreichen. Ansonsten alle möglichen Geschäfte im Ort. Sollte man irgendwas Zuhause vergessen haben ist das kein Beinbruch. Der Ort ist komplett ebenerdig, es sind also keinerlei Steigungen zu erklimmen. Die Zimmer sind ausreichend groß und erfüllen Ihren Zweck. Der Gesamteindruck ist auf Hotelniveau

Kommunikation

Telefon auf jedem Zimmer, freischalten kostet 50 Cent am Tag. Fernseher schlägt mit 1 Euro zu buche. Internetterminal in der Lobby. Mobiles Internet habe ich mit o2 und D2 getestet. Während O2 hier nur Edge liefert, hat Vodafone HSDPA Indoor ausgebaut. Mein Tip an dieser Stelle ist Bildmobil.

Klientel

Als ich die Berichte im Vorfeld gelesen habe dachte ich mir super, nur Alte und Rheumakranke. Dem ist nicht so. Ich würde sagen 30% Anschlußheilbehandlung, 40% Rheuma und nochmals 30% normale Orthopädie. Vom Alter her würde ich sagen der Schwerpunkt bei den nicht AHB Patienten liegt irgendwo zwischen 40 und 60.

Pflegedienst

Es war immer jemand zu erreichen. Der Stützpunkt auf der Station 2 ist nur Werktags von 7-19 Uhr besetzt. Ausserhalb dieser Zeiten ist die Station 3 zuständig. Alle meine Bedürfnisse wurden umgehend erfüllt. Wie das im Pflegebereich ist kann ich nicht abschätzen.

Ärzte
Hier kann ich nur für die Orthopädie sprechen. Die Stationsärzte sind überwiegend Ausländer. Der Chefarzt ist sehr symphatisch und macht einen kompetenten Eindruck.

Therapie

Die ersten beiden Tage sind entspannt, dann geht es massiv rund. Alle Therapeuten sind symphatisch und kompetent. Absolutes Highlight für mich waren die Moorbäder da diese den ganzen Körper massiv entspannen. Grundsätzlich sind 3 Minuten Wartezeit normal, Terminvergabe und Verschiebung kein Problem. Wichtig ist hier der Grundsatz „Therapie vor Freizeit“. Gymnastik verschieben wegen Ausflug ist also nicht. Nordic Walking wird als Therapie angeboten mit der Option die Stöcke für die Zeit des Aufenthaltes zu behalten.

Essen

Das Essen ist auf Krankenhausniveau aber gut. 3 Mahlzeiten am Mittag zur Auswahl, morgens und abends Buffet. Hier das große Aber. Es gibt vieles was Angeboten wird, jedoch ist das Angebot immer das gleiche. Man hat irgendwann das Gefühl als ob der Lieferant nur 5 Sorten Wurst im Angebot hat und es wird irgendwann langweilig.
Witzigerweise wird beim Mittagsessen alles mit massiv Petersilie bestreut. Ich bin fast der Meinung das die den entweder günstig gekauft haben oder das irgendwo im Fernsehen gesehen haben. Nachdem ich zweimal gebrochen habe von dem Petersilienkram habe ich ihn dann abbestellt.
Der Speisesaal ist etwas klein, und gerade beim Mittagessen sehr laut.

Getränke

Es gibt bei der Anreise eine Flasche Wasser. Die muss drei Wochen halten. Im Ernst es gibt im Speisesaal einen Wasserspender. Dieser ist 24 Stunden am Tag offen. Die passenden Flaschen gibt es für 2 Euro zu kaufen, alternativ ist jede andere Weithalsflasche kompatibel.

Schwimmbad.

Das Therapiebad steht abends zwei Stunden zur Verfügung. Freitags allerdings wird das ganze gereinigt und ist zu. Zu Sicherheit ist sogar ein Bademeister vor Ort. Achtung der Chlorgehalt ist relativ hoch.

Freizeit

Die Klinik liegt direkt an der schwarzen Elster und am Kurpark. Fahrräder können nach Freigabe vom Arzt im Haus ausgeliehen werden. Das Freizeitbad Wonnemar liegt 5 Minuten entfernt und im Kurpark kann man Minigolf spielen. Das Hallenbad ist jeden Abend ausser am Freitag für 2 Stunden geöffnet. Sogar eine Aufsicht ist in dieser Zeit vorhanden. Ansonsten gibt es Vorträge, Filmabende, Basteln, Ausflüge und so weiter. Diese Infos findet man dann am Brett auf dem Weg zum Speisesaal.

Waschmaschine

Es gibt eine Patientenwäscherei mit Waschmaschine und Trockner. Passende Chips gibt es an der Kasse und kosten einen Euro. Auch können hier Waschtabs erworben werden.

Fazit
Es waren wunderbare 3 Wochen, jedoch hatte ich gedacht meine Schmerzen wären danach weg. Der Schmerz ist noch da, aber ich bin in Topform. Nach Schulnoten ist das hier eine gute 2.

Wie es mir geht

So, liebe Freunde der leichten Unterhaltungsmusik.

Wie geht es mir eigentlich nach 14 Tagen BaLi?

Hmmm gute Frage. Es geht mir gut. Fast. Körperlich bin ich in der Form meines Lebens, jedoch ist mein Schmerzproblem immer noch das alte. Auch habe ich derzeit einen Schnupfen, was einen als Mann gerne mal aus dem Konzept bringt. Aber trotz Wassersportbefreiung wird weitergekämpft.

Gewichtsmäßig stehe ich immer noch bei den 120 KG, wobei dort ein guter Teil Muskeln dazugekommen sind. Ich denke aber das es dort in den nächsten Tagen einiges passieren wird, Plan B wird zuhause in Angriff genommen.

Interessant war es gestern mit einen ausländischen Orthopäden über den Sinn meines Plastulens zu diskutieren. Entweder konnte oder er wollte nicht verstehen warum ich das Zeug nehme. Aber wie der Oberarzt der Chirugie einst sagte “Orthopäde ist das selbe wie Klemptner”. Daher habe ich Ihn reden lassen und gut war das ganze.

Beruflich wird sich einiges ändern, aber was genau steht noch in den Sternen. Aber da jeder Mann seine Sterne neu ordnen kann ist das ganze auch kein Problem.

Über Simulanten

So nachdem ich hier einige Tage in der Reha bin, umgeben von wirklich kranken Menschen. Und wie ich hier so rumwusele und mich mit den Leuten unterhalte stelle ich fest das es verschiedene Arten gibt mit der Krankheit umzugehen. Heute beschäftigen wir uns mit Simulanten.

Wikipedia schreibt folgendes

Als psychopathologischer Fachbegriff ist Simulation das Vortäuschen von nicht vorhandenen Symptomen eines Krankheitsbildes. Mit der Simulation verbunden ist ein Krankheitsgewinn, zum Beispiel finanzielle Begünstigungen oder vermehrte Aufmerksamkeit von Seiten der Umgebung.
Davon zu unterscheiden ist die Aggravation, das übertriebene Betonen von vorhandenen Symptomen. Im Gegensatz zur Simulation bestehen bei der Aggravation echte Krankheitssymptome.
In diesem Zusammenhang ist auch die Hypochondrie zu nennen. Hypochonder interpretieren jegliche Signale ihres Körpers als ein Anzeichen von Krankheit.

Hypochonder findet man hier keine, denn wir fahren hier ja nicht zur Kur. Oft genug bekommt man hier die Aggrivation zu spüren, denn oftmals habe ich das Gefühl das es viele gibt die der Meinung sind wer am krankesten ist, hat die meisten Rechte. Erinnert mich an die Geburtstage meiner Oma bei der alle Geschwister mit den aktuellen Krankheitsbilder und Krankenhausbehandlung geprahlt haben.

Oftmals findet man hier das komplette Gegenteil das hier Gesundheit vorgetäuscht wird. Eine Mitpatientin hat mir erzählt das eine andere Patientin in der Gruppe zur Schmerzbewältigung freudestrahlend erzählt hat das Sie ja schwere Rheumatische Athritis, einen 50 Stunden Job und was weis ich hat. Sie ist ja fröhlich und aktiv. Später am Abend sah ich Sie per Zufall in der Lobby und der Gesichtsausdruck. Und da sah ich genau das Sie überhaupt nicht so taff ist.
An dieser Stelle ist mir die Adipositaschirugie eingefallen. Denn dort wird dieses auch betrieben. In einer Vielzahl von Fällen ist es dort so das es nur positives gibt. In meinem Haus und Hof Forum (adipositas-foren.de) gibt es Gott sei Dank einige Negativbeispiele. Einige übertreiben mit Ihrer schwarzmalerei, aber was juckts mich. In dem anderen Forum sieht es da schon ein wenig anders aus. In privater Hand, einige reden von Diktatur, wird erst einmal massiv Werbung gemacht. Auch für die Buchhandlung der Betreiberin. Diese hatte vor Jahren ein Buch geschrieben in dem Sie Ihre Abnahme mit dem Magenband beschrieben hat. Damals war die Welt noch in Ordnung, nur inzwischen ist Sie so Panzkastriert das der aktuelle Zustand in meinen Augen alles andere als zufriedenstellend ist. Auh ist eine weitere Operation technisch nicht mehr Möglich. Aber Sie verkauft das Buch nach wie vor und Ihre Jünger sehen das Ding als eine Art Bibel an. Eine Neuauflage mit Aktualisierung oder ein Nachfolger in dem das weitere Prozedere beschrieben wird wird dort nirgends erwähnt. Also wird dort die Wahrheit auch gefiltert.

Was ich damit sagen möchte? Niemand braucht sich wegen seiner Krankheit zu verstecken, aber weder Übertreibung noch Untertreibung sind angebracht.

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